Blattonisch- Leafs daily comic

  Startseite
    Leaf quasselt daher
    comic/Manga/illustrationen
  Über...
  Archiv
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   andi mischalke
   LeoLeowald
   augelorenz
   kaela
   rittiner gomez
   Franzi Junior
   tobi dahmens fahrradmod
   groobert
   18Metzger
   lisa9
   sarah burrini
   lapinot
   Aurelie Neyret
   Konrad Küchenmeister music
   Stefanie Stock
   bazillu
   Herz auf Papier
   comic sport
   Bohne&Hase
   Kalleck
   martin wittig
   Wittek
   Olivia Vieweg
   JAZZ PROPAGANDA
   GESTERN NOCH
   Paralleluniversum
   Susi Sorglos
   Bill Presing
   Inga Steinmetz
   Flix
   sam's blog
   Paul Hoppe
   Verabee
   ahoi polloi
   Flausen
   beetlebum
   webcomics
   wanderlust
   a byootiful day
   zeitgleich
   schwarzer turm
   maikes blog



Webnews



http://myblog.de/leafvangenova

Gratis bloggen bei
myblog.de





Leipzig

„Heute hier morgen dort, bin kaum da, muss ich fort. Hab mich niemals deswegen beschwert. Hab es selbst so gewählt, nie die Jahre gezählt, nie nach gestern und morgen gefragt“

Am Samstag war es soweit. Der Himmel war grau, hat nur selten ein Lichtstrahl durch das dichte Wolkendach hindurch gelassen, es regnete wie aus Eimern und unter meine Bettdecke war es kuschelig, wie noch nie. Trotzdem: Als der Wecker 6:30 Uhr klingelte, hab ich mich ohne zu Murren angezogen und noch schnell ein toast in mich gestopft..denn.es sollte nach Leipzig gehen! Endlich mal alles hinter mir lassen, alle Sorgen und Ängste, allen Prüfungs- und Umzugsstress…Zumindest für eine Zeit lang! 7:30 Uhr fuhr meine Mitfahrgelegenheit..wobei die Fahrerin eine ganz schöne Zicke war. Sie hätte eine andere Mitfahrerin am liebsten noch mal in Desinfektionsbecken geschmissen..da sie sich gewagt hatte, vor der Fahrt noch eine zu rauchen. Danach hat sie auf eine üble Weise über ihre Motorradjacke gelästert, denn bei „40°C im Schatten“ (ja wir leben in den Tropen) schwitzt man ja bestialisch, Schweiß stinkt, weil kleine Bakterien diesen zersetzen und Bakterien sind eklige mikroskopisch winzige ungeheuer, die ja nix anderes zu tun haben, als sich auf die überaus penible Fahrerin zu stürzen und das Auto noch dazu aufzufressen. (es war immerhin neu) Na ja, aber mir war es letztendlich egal, denn ich war sowieso viel zu müde und mein Nachbar stellte ein unglaublich gute Stütze dar


Als ich am Bahnhof ankam, war mein erster Gedanke neben der auf Reisen primäre Überlegung „Mist, hab ich eigentlich meine fotokameraakkkuladegerät mit: „Kaffe,kaffee, kaffe“ Um 9 hab ich mich mit Mina und ihrer Mutter getroffen, wobei die ärmste Mina schon eine halbe Stunde warten musste, weil sie in einem Zustand völliger Unkontrolliertheit aus Versehen ein Zugticket nach Dresden statt nach Leipzig gekauft hat.

Nachdem wir Aufputschmittel in uns gekippt haben, um den voll gestopften Tagesplan (ÄKTSCHN) zu erfüllen, ging es auch schon los! Zunächst einen kleinen Stadtbummel, wichtige Stationen wie Nikolaikirche, Thomaskirche mit der Bachstatue (die unter mysteriösen Umständen einfach verschwunden war..eine Entführung..das sollte wer melden!) und Auerbachs Keller abklappern.


Ich find Leipzig total schön, so viele kleine Gässchen und alte Häuser!

Ich wollte am liebsten überall stehen bleiben und Fotos schießen, aber irgendwann hinkt man hinterher und dann verliert man seine Begleiter aus den Augen, rennt leicht bekloppt durch die Gegend (gar nich so eifnach zu rennen, mit Rucksack, Kamera, Beuteln, während man permanent die Hose versucht hochzuziehen)


Nachdem ich also meine Kamera eher mit seltsamen Motiven gefüttert habe und weniger Touristenattraktionen knippste, bei der mir nur unnötiger Weise Japaner im Weg gestanden hätten, gingen wir noch in die verschiedensten Schuhläden. Unsere Augen wurden imemr größer und größer heißt auch gieriger und gieriger heißt gleichzeitig weniger geizig (paradoxon) und so hab ich mir Ballerina mit Kleeblättern drauf gekauft. Für alle, die es noch nicht wussten und für alle die es interessiert…wenn ich mir jemals ein Tattoo stechen ließe, um es dann später mit welkem dicken Fleisch wieder zu verdecken, dann ein „Kleeblatt“. Mein Spitzname ist ja seit jeher „Leaf“ und ich hab einen Faible für den hohen Norden, Mystischem und dem romantisiertem Mittelalter..interesdsiere mich also auch für Irland. Das Symbol für Irland ist ja ein Kleeblatt, dass so genannte Shamrock. Ich wollte also ein Kleeblatt, ein bissel verschnörkelt..ohne Farbe, nicht zu groß..und unten drunter müsste dann „FourLEAFclover“ stehen. Toll nicht? Eine meiner Schnappsideen.. wie die Welt zu erobern und sie in Schokolade zu hüllen.

Nachdem ich mit einem Grinsen aus dem laden kam und Mina eher nicht, weil die eine seltsame Schuhgröße hat (38 ½ gingen wir ins Kino (JA, wir fahren nach Leipzig, um ins Kino zu gehen!) Wir haben einen Film gesehen, den die blöde TV Movie mal wieder ganz furchtbar konservativ bewertet hat…ich fand ihn jedenfalls toll und nehme es deswegen ganz persönlich..er hieß und heißt wahrscheinlich immer noch so „Sterben für Anfänger“. Ist ein britischer Film mit Matthew Mc Fayden (Pride and Predjudice!). Ich habe lange nicht mehr so gelacht, wobei britischer Humor auch oft grenzwertig ist und es durchaus ein paar Stellen gab, bei denen ich empfindlich reagiert habe! Es geht um einen jungen Mann, der soeben seinen Vater verloren hat und deswegen eine Beerdigung in seinem Haus plant. Es kommen die skurrilsten Typen, die eine anständige beerdigung quasi unmöglich machen, u.a sein Bruder, der das krasse Gegenteil von ihm ist…arrogant und verschwenderisch (er ist Romanautor in New York). Natürlich kommt es zu Reibereien, als dieser sich dann auch noch weigert die Hälfte der Beerdigungsfeier zu bezahlen, weil er angeblich pleite sei. Auch erwarten alle von dem berühmten Bruder, dass er die Trauerrede hält. Außerdem kommt noch ein Liebespaar, dass plant bald zu heiraten und aber im Konflikt mit dem vermeintlichen Schwiegervater gerät, weil der Bräutigam in Spe so aufgeregt war, dass seine Frau ihm Valium geben musste, nur dass es sich dabei fälschlicher Weise um Ecstasy handelte. Weiterhin spielen noch ein Hypochonder, ein verknitterter alter Opa und ein zwergwüchsiger Homosexueller eine große Rolle, der sich als Erpresser herausstellt. Na, wenn das nicht nach großem Kino klingt!

Nach bewegenden eineinhalb Stunden, entschieden wir uns für ein Restaurant nahe der Thomaskirche, um Kraft zu Tanken.

 


Ein Risotto später.. fuhren wir zu einem der größten Kunstfachgeschäfte Deutschlands, dem „Boesner“. Er befindet sich in der alten Spinnerei, wo auch viele Ausstellungen sind..Letztens war ich Z.B bei Neo Rauch von der Künstlerischen Abendschule aus. So viel papier-pinsel-stift-holz-farbsorten…habt ihr noch nie gesehen! Da muss man immer aufpassen, dass man nicht irgendwelche Artikel kauft, die man dann entweder nicht nutzt oder eigentlich schon besitzt (Skizzenbücher…ein ewiges Leid, aber es gibt so schöne und dann zeichne ich sie nicht mal voll X)) Hab mich also relativ zurückgehalten, nachdem aus meinem Portemonnaie schon eine riesige Motte rausflog, die mir die Zunge rausstreckte. Also es wurden lediglich 3 Fineliner, 2 Postkarten und Bastelpapier (ja ich bastle eben gerne irgendwelche Grußkarten)

 


Weil wir gerade bei neo Rauch waren… wir haben uns noch entschieden eine Ausstellung von einem weiteren Künstler der Leipziger Schule zu besuchen: Wolfgang Mattheuer. Manche kennen vielleicht den „Jahrhundertschritt“, eine Skulptur, die ebenfalls im Zentrum von Leipzig steht, aber eigentlich in dem Menschenstrom der Einkaufspassage etwas untergeht. Die eine Hand zeigt „Heil“, während die andere zur Faust geballt, zum Widerstand ruft.

Die Ausstellung hat mich jedenfalls echt begeistert! Hauptsächlich ehe runtypische teilweise befremdliche Motive, in denen er die Schnelllebigkeit betont aber im Kontrast dazu auch scheinbar endlos währende Momente der Ruhe. So sieht man auf einem Bild Autobahnen, Baugelände und Stadtchaos..während weite Horizonte und weite Landschaften die anderen Bilder prägen. Ganz wichtig ist, trotz der Melancholie und der Einsamkeit, die man in fast jedem Bild motivisch findet, gibt es dennoch etwas Hoffnungsvolles. Der Mann spielt so mit Licht und Schatten, dass irgendwo aus der Dunkelheit immer entweder ein Mond, ein Sonne oder einfach nur ein Fenster aufleuchtet. Er benutzt auch weniger getrübte Farben, eher grelle, für die Natur untypische Farben.. vielleicht eine Parallele zu Neo Rauch. (PINK)


Abends waren wir doch schon eher fußlahm(trotz neuer Schuhe) und als wir dann noch diverse Läden abgeklappert haben, fuhren wir abends wieder zurück. Zurück heißt: nach Jena.

 

Insgesamt ein ereignisreicher und schöner Tag

Auf ein Neues!


25.7.07 18:56
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung