Blattonisch- Leafs daily comic

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Asche und Hering in Tomatenmozarellecremesauce

 

Es ist Frühling: Ein neuer Lebensabschnitt gepaart mit einer Menge schöner Gefühle und Gedanken, endlich das Steuer selbst in die Hand nehmen, das Leben  in die richtigen Bahnen lenken, selbst wachsen, so naiv wie es auch die ersten Frühblüher tun, die neu gewonnene Freiheit tief einatmen, jeglichen Ballast von sich werfen . Alles scheint wunderbar in den eigens gefertigten rahmen zu passen und die Dinge die sich nicht in diesen fügen wollen werden leichtfertig über Bord geworfen. Verantwortung? Kommt auch über Bord! Werde ich mir als Perlentaucher irgendwann wiederholen oder mit einem Fischernetz einfangen, wenn die erste Flut über mich kommt und mich davon zuspülen droht. Das eigene Bauchgefühl? Das ist immer gut! Also Anker lichten, hier verweile ich!

Ehe man sich versieht hat man neue Gefährden und Matrosen, Bekannte, Freunde,  Trostspender und Seelensorger, Trinkkumpanen und Rumalbergenossen, Motivationskünstler und kreative Köpfe an seiner Seite. Wenn dann noch alle guten Geister, von denen man sich ab und zu verlassen fühlt, sich mit dem Erdmittelpunkt, den Elementen und Venus vereinigen und Gott die Erlaubnis erteilt findet man auch den wertvollsten Menschen an seiner Seite und möchte diesen nicht mehr missen. Eine Symbiose, die nicht nur im Traum funktioniert, sondern auch in einer Realität, die von Pollenallergieauslösenden Gräsern bis über zu Lateinvokabeln, die einen nebelartigen Dunst im Gehirn auslösen und jegliche Gehirnakrobatik unmöglich machen, geprägt ist. Als einen akrobatischen Drahtseilakt dagegen gestaltet es sich eine problemlose Beziehung führen zu wollen, in der man nicht aneinander gerät oder die eigenen Ichs ad absurdum geführt werden. Verzweifelt reiben sich Interessen und Bedürfnisse aneinander, die eigenen Ichs versuchen eine Vormachtstellung auf hoher See zu erkämpfen. Plötzlich brodelt die Urgefühlssuppe immer heftiger, bis sie sich über die vermeintlichen Symbionten ergießt , um mit einem müden Gähnen alles mit in die Tiefe zu reißen, unter sich zu begraben, auch bisher unberührte Tatsachen: nämlich die Überzeugung, dass Liebe das wichtigste ist ,die Basis für eine Beziehung liefert.
Das alles kann für einen Moment erstarren und erkalten und noch ehe man realisiert, was das Primäre und das eigentlich wichtige ist, lässt man sich auf einen inneren Zwiespalt ein, zieht sich zurück, vergräbt sich in sein Selbstmitleid, welches durch ewig unbeantwortete „warums“ immer mehr zu einem monströsen Etwas wird, von dir
Besitz ergreift, die Gedanken kontrolliert, die Bedürfnisse und das Sehnen nach Verständnis und Zärtlichkeit Immer höher schraubt. Ein Verwandlungsprozess, in der Symbionten zu Parasiten werden und in einen Janoschkopf übergehen, der stetig nickt und den kopf schüttelt und den kopf schüttelt und nickt, der angst hat, sich sicher ist, der weiß, der nicht weiß, der spürt, der reglos ist, der will, aber nicht kann. Ich nicke, ich bin mir sicher, ich weiß, ich spüre, ich will und ich kann und doch sitze ich hier, esse Hering in Tomatenmozarellecremesauce und rauche einen ganzen Schornstein zusammen. Ja mir geht es schlecht, vermutlich die Seekrankheit! Mann über Bord!
Immer mehr Sauce schmiere ich mir auf meine Brotscheiben und immer mehr Brotscheiben finden den Weg in meinem Magen, der sich vor Angst dreht wie ein Steuerrad im Wind. „Ist doch alles Asche, ist doch alles Schall und Rauch!“
Das war also die Flut und sie kam ohne Ankündigung. Meine Vernunft lag am Grunde des Meeres, während mein Boot langsam davon trieb und mit ihm der Anker, der zuvor noch mit geballter Überzeugungskraft im Boden verhakt war. Mein Bauch rumort vom vielen Hering in Tomatenmozarellecremesauce und den Zigaretten, die ich im 5 Minuten-Takt inhaliert habe. So kann das nicht weiter gehen, das ist Meuterei!
Zeit mein Fischernetz auszuwerfen, einen neuen Versuch zu wagen, die Ruder zu packen, volle Kraft voraus! So leicht übergebe ich mich nicht den Fluten, wo mir doch mein Kompass genau den Weg zeigt. Und siehe da, er zeigt auf uns. Auf dich und mich! Also Anker lichten, hier verweilen wir!

4.6.07 11:13
 


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